Wer bin ich und wie bin ich zu Equimero gekommen?

Larissa Pichler, M.Sc. Pferdewissenschaften

Kennt ihr diese Menschen, die sich Experten nennen, zu Vorträgen eingeladen werden und damit Geld verdienen? Und dann schaut man sich an, was sie vermeintlich zum Experten macht und man stellt fest, dass sie lediglich ein 3-Monate-Seminar besucht und dann ein Buch geschrieben haben.

Vertraut ihr euch solchen Menschen mit gutem Gewissen an?
Was macht eurer Meinung nach jemanden zum Experten? 
Wann ist jemand ein Experte und wann nur ein "Fachidiot"?


Für mich ist jemand Experte, wenn er etwas ganzheitlich betrachtet. Und auf das Pferd bezogen dann eben nicht nur den Sattel, nur die Hufe oder nur das Futter bewertet. 
Ein Herzchirurg ist ein Experte des Herzens. Und trotzdem kennt er jeden Muskel und jeden Nerv des Menschen. Und genau das ist mein Ansatz. Eine ganzheitliche Betrachtung des "Systems Pferd". Nicht nur ein Ausschnitt davon.
Ich habe Biologie und anschließend Pferdewissenschaften studiert. Ich habe mit den verschiedensten Pferdemenschen zusammengearbeitet und von ihnen lernen dürfen, u.a. Dr. Vivian Gabor und Katharina Möller-Weingand. Ich habe monatelang mit der Polizeireiterstaffel Hannover zusammengearbeitet und zu Stress bei Pferden geforscht. Und ich lerne weiterhin jeden Tag dazu.

Es gibt so viel Equipment für Pferd und Reiter. Mir ist es wichtig, dass dieses nicht nur schön aussieht, sondern auch zur Anatomie und den Bedürfnissen des Pferdes passt! 
Durch meine fundierte wissenschaftliche Ausbildung kann ich vollumfänglich beraten. Das ist mir besonders wichtig!


Equimero-Interview

  - Wie heißt du? Wo lebst du? Hast du Pferde oder sogar einen eigenen Stall?
Ich bin Larissa aus Göttingen. Ich habe eine 12-jährige Oldenburger Stute, Rufname "Happy"

  - Seit wann spielten Pferde eine Rolle in deinem Leben?
   - Welche Ausbildung oder besonderen Schwerpunkte hast du (z. B. Trainerin, Therapeutin, bestimmte Reitweisen)?
Ich habe angefangen zu reiten als ich 5 war. Ganz klassisch würde ich sagen, habe ich zuerst mit Volti angefangen und bin dann den Weg der englischen Reitweise gegangen. Ich habe es geliebt auf dem Hof und bei den Pferden zu sein. An den Wochenenden hat mich meine Mutter morgens auf dem Pferdehof abgesetzt und abends wieder eingesammelt. Den ganzen Tag füttern, misten, Pferde rein- und rausbringen, Heu vom Boden werfen, Pferde bewegen usw. Ich war in meiner Jugend viel im Ausland und auch da durfte ich Erfahrungen sammeln. So habe ich z.B. ein Schülerpraktikum in einem Polo-Stall in Shanghai gemacht. Das hat mich wahnsinnig fasziniert.

Ich wusste, ich wollte später was mit Pferden machen. Also habe ich Biologie studiert und dann den Master der Pferdewissenschaften in Göttingen absolviert. Anschließend bin ich nach Berlin gezogen und habe für marstall Pferdefutter gearbeitet. Die vollumfängliche Beratung war mir immer wichtig - ich habe nie nur auf das Futter geschaut, sondern auch darauf wie das Pferd gehalten und gearbeitet wird, um eine Lösung erarbeiten zu können, die individuell und passgenau war.

 - Welche Themen liegen dir besonders am Herzen?

Nach einigen Jahren bei marstall hat mich meine Beziehung aus Berlin zurück nach Göttingen geführt. Ich stieg im Handwerksunternehmen meines Partners ein und gemeinsam führen wir das Familienunternehmen nun in zweiter Generation. Durch den neuen Job konnte ich mir endlich den Traum des eigenen Pferdes erfüllen. Und so kam ich zu meiner Stute "Happy". Sie kam mit einigen Baustellen zu mir. Irgendwie passte keine Trense so richtig, ihre riesigen Öhrchen hatten nie genug Platz und hatten dadurch Aufschwemmungen an der Ohrenbasis und im Genick wollte sie sich nicht gerne anfassen lassen. Da ich Equimero durch ein Praktikum bei Katharina Möller-Weingand schon ewig kannte, waren meine erste Wahl die Equitrense und der Equizaum von Equimero. Es hat nur wenige Wochen gedauert und meine Stute hat sich wieder gerne trensen lassen und inzwischen genießt sie Massagen im Genick. Die druckentlastenden Neck-Patches, zusammen mit einer osteopathischen Begleitung, haben ein echtes Wunder vollbracht.

Es gibt so viel Equipment für Pferd und Reiter. Mir ist es wichtig, dass dieses nicht nur schön aussieht, sondern auch zur Anatomie und den Bedürfnissen des Pferdes passt! 
Durch meine fundierte wissenschaftliche Ausbildung, kann ich vollumfänglich beraten. Das ist mir besonders wichtig!

   - Welche Werte und Ansätze verfolgst du im Umgang mit Pferden und Menschen?
   - Gibt es ein Motto oder einen Leitsatz, der dich beschreibt?


Mich beschreiben Wertschätzung, Authentizität und Ausgeglichenheit im Umgang mit Pferden und Menschen sehr gut. Mich bringt (fast) nichts aus der Ruhe. Und mir ist eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe sehr wichtig. Ich lebe nach dem Motto "Sei zufrieden aber gib dich nicht zufrieden". Also jederzeit bin dem "Happy" sein, was man hat und wo man steht. Aber sich nicht auf dem Status quo auszuruhen. Vor allem dann, wenn jemand sagt "Das ist jetzt nun mal so" oder "Das kann man nicht ändern". Gerade im Bezug auf meine Tiere, kann ich das nur schlecht akzeptieren. Ich suche immer nach Wegen, es für mein Pferd und meinen Hund besser zu machen. Und eben genau die Dinge anzupacken, die vielleicht unbequem sind oder lange in der Umsetzung brauchen. Ich suche nicht nach einer schnellen Symptombekämpfung, sondern nach einem nachhaltigen Ursachenlöser.

   - Seit wann kennst du Equimero®?
   - Wie bist du auf uns aufmerksam geworden?
   - Welche Produkte nutzt du regelmäßig?
   - Was schätzt du an unseren Produkten besonders?


Equimero ist mir zum ersten Mal begegnet, als ich während des Studiums der Pferdewissenschaften ein Praktikum bei Katharina Möller-Weingand gemacht habe. Ich durfte einige Monate auf ihrer Anlage, damals noch in Thüringen, verbringen. Sie hat mir das Konzept "Longieren als Dialog" näher gebracht. Und für die Arbeit hat sie Equimero Produkte genutzt. Da hatte ich zum ersten Mal eine Biothane-Longe in der Hand. Das war Anfang 2019. Heute ist mein Spind voll mit Equimero Produkten. Meine Lieblingsprodukte sind der Kappzaum (Equizaum) und die Trense (Equitrense classic). Auf unseren Turnieren kommt zusätzlich der zugelassene Turnier-Nasenriemen zum Einsatz. Der Equizaum ist absolut mega, weil er so vielseitig ist. Ich nutze ihn zum Longieren und für die Bodenarbeit aber auch gerne zum Ausreiten. Dann kombiniere ihn mit Bithangern für das Gebiss oder mit den Bitless Bridle-Riemen, wenn es mal gebisslos rausgehen soll.

Meinen Kappzaum habe ich für meine damalige Reitbeteiligung schon gebraucht gekauft und ich habe ihn inzwischen seit 4 Jahren und der wird wirklich sehr strapaziert. Sauber machen ist nicht so mein Ding und trotzdem sieht er aus wie neu. Ich liebe es, dass die Produkte so vielseitig sind und absolut hochwertig. Und dazu auch noch nachhaltig - wenn etwas kaputt ist, wird es repariert! Beim Spazierengehen ist uns der Kappzaum einmal komplett um die Ohren geflogen, weil meine Stute auf den Strick gestapft ist. Zwei Wochen später kam er aus der Equimero Reparatur wieder und war für kleines Geld wie neu!

   - Gibt es eine lustige Anekdote oder eine besondere Geschichte mit Pferden, die du teilen möchtest?

Mit 8, als ich in der Reitschule vom Haflinger auf ein großes Warmblut "upgraden" durfte, ist mal der Sattel mit mir vom Pferd auf die Seite gerutscht. Ich habe mich am Maria-Hilf Riemen festgehalten, aber war zu klein um auf dem Boden aufzukommen. So hing ich in der Luft, bis meine Trainerin mich eingesammelt hat. Ich falle so gut wie nie vom Pferd. Aber immer wenn ich es tue, ist es, weil ich vergesse nachzugurten und oft mit dem Sattel zusammen einen Abgang mache. Ich stelle mir daher inzwischen immer einen Wecker auf dem Handy, der mich an das Nachgurten erinnert.